Idee und Gründung

Milch und Fleisch gehören zusammen. Damit Kühe Milch geben und der Milchfluss nicht versiegt, müssen sie einmal im Jahr ein Kalb zur Welt bringen.

Nicht alle weiblich geborenen Kälber sind jedoch für die Nachzucht geeignet. Aber auch die männlich geborenen stellen viele Bio-Milchviehbetriebe vor eine große Herausforderung, da diese aufgrund mangelnder Nachfrage häufig zu konventionellen Preisen verkauft werden müssen. Oft werden sie hierfür über weite Strecken transportiert, teilweise bis ins europäische Ausland. Für Bio-Landwirte und Verbraucher eine unbefriedigende Situation, die auch nicht im Einklang zu den ökologischen Prinzipien steht.

Vor diesem Hintergrund und aus dem Projekt „Milch und Fleisch gehören zusammen“ der Öko-Modellregion Oberallgäu Kempten entstand auf Initiative der vier Gesellschafter die Idee, mit Gründung der WEIDESCHUSS.Bio-GmbH eine regionale Bio-Wertschöpfungskette für Bio-Kälber und Bio-Rinder aufzubauen. Die kuhgebundene Kälberaufzucht, die Verarbeitung und die regionale Vermarktung werden im Zusammenschluss von den beteiligten Allgäuer Bio-Betrieben übernommen. Ziel des ganzheitlichen Konzeptes der WEIDESCHUSS.Bio-GmbH ist die regionale Herstellung und Vermarktung hochwertiger, handwerklich gefertigter Bio-Rindfleisch-Gerichte sowie die Vermarktung von Edelteilen höchsten Anspruchs. Die regionale Bio-Wertschöpfungskette bietet allen Beteiligten – Tieren, Natur, Landwirten und Verbrauchern – einen Mehrwert und die Wertschöpfung bleibt in der Region.

Unsere Philosophie

Die WEIDESCHUSS.Bio-Wertschöpfungskette beruht in ihrem ganzheitlichen Konzept auf drei Prämissen:
 

Ethisch

 

Regional

 

Exklusiv

Bio-Kälber und Bio-Rinder verdienen es, mit Würde behandelt und ethisch wertgeschätzt zu werden. Artgerechte Tieraufzucht, schonende Tierhaltung bis hin zur tierwohlorientierten Schlachtung: Wir praktizieren innovative Wege für eine ethische Wertschöpfung der Kälber und Rinder aus der ökologischen Milchviehhaltung.   Regionale Rohstoffe und Partnerschaften, Verarbeitung vor Ort, kurze Transportwege: Wir sind in unserem schönen Oberallgäu verwurzelt und betreiben eine Wertschöpfung für die Region.   Bei unseren Fleischgerichten handelt es sich um hochwertige, exklusive Bio-Lebensmittel höchster Güte. Sie sind durch ehrliche Arbeit unter fairen Bedingungen in der Zusammenarbeit mit loyalen Partnern entstanden - und brauchen verantwortungsbewusste Verbraucher, die bereit sind, dies zu honorieren und einen fairen Preis hierfür zu zahlen.

Die Gesellschafter

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  • Alfred Fahr (Gesellschafter und Chefkoch):
    Ansprechpartner für Kochkunst im Glas

    >>Das Geheimnis eines guten Gerichts ist neben den guaden Zutaten das Zusammenspiel von Hitze und Zeit<<

    Der Fernseh- und Biospitzenkoch ist Allgäuer mit Leib und Seele. Essen soll laut seinem Verständnis alle Sinne ansprechen und die Seele streicheln. Dabei setzt er vor allem auf qualitativ hochwertige Produkte aus Bayern, die als „echte“ Lebensmittel in Bio-Qualität höchsten Ansprüchen genügen. Seine Küche zeichnet sich durch Bodenständigkeit, Vielfalt und Heimatverbundenheit aus. Er ist auch Spezialist darin, erklärungsbedürftige Themen verständlich an den Verbraucher zu kommunizieren.

    In der WEIDESCHUSS.Bio-GmbH ist er Ansprechpartner für alle Fragen rund um die handwerkliche, kreative Zubereitung der Fleischprodukte.

    Alfred Fahr hilft gerne weiter!
    E-Mail: a.fahr(at)weideschuss.bio
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  • franz Berchtold (Gesellschafter und Bio-Landwirt):
    Ansprechpartner für Vermarktung und Kundenaufbau

    >>was gibt es emotionaleres als ein frisch geborenes kalb mit seiner mutter? da geht uns das herz auf. natürlich kostet diese natürliche haltung, aber das ist es uns wert<< 

    Mit seinem Bio-Heumilch-Betrieb auf der Legauer Hochfläche steht Franz als Zulieferer ganz am Anfang der regionalen Wertschöpfungskette. Der Hof der Landwirtsfamilie Berchtold befindet sich bereits in der 6. Generation in Familienbesitz. Im Jahr 2000 hat die Familie aus Überzeugung und weil Franz seine „Kiah so nimmer gfallen ham“ auf Biokreis umgestellt.
 2003 schloss sich Franz mit sieben anderen Heumilch-Bauern zusammen, um die Bio-Schaukäserei Wiggensbach in Eigenregie aufzubauen. Franz schätzt es, in der Käserei das Gesicht hinter den Produkten zu sein und den Kontakt zum Verbraucher zu pflegen.

    In der WEIDESCHUSS.Bio-GmbH ist Franz für die Bereiche Kundenaufbau und Vermarktung verantwortlich. Als Bio-Landwirt und Lieferant von Rauhfutterfressern liegt sein Augenmerk auf der kuhgebundenen Kälberaufzucht.


    franz berchtold hilft gerne weiter!

    E-Mail: f.berchtold(at)weideschuss.bio
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  • Günther Rauch (Gesellschafter und Bio-Landwirt):
    Ansprechpartner für Kälberaufzucht/-betriebe

    >>Für die Rinder gibt es ausschließlich frisches Weidegras und im Winter Heu. Die Tiere wachsen zwar langsamer, aber das zeigt sich in der herausragenden Qualität.<<

    Der gelernte Käsemeister und Molkereitechniker aus Bidingen entwickelte und betrieb jahrelang die „Erste Mobile Hofkäserei“ im Allgäu. Mit seinem Käs-Mobil war er nicht nur im Allgäu bei Milchbauern zur Käseverarbeitung aus der eigenen Milch unterwegs. Ihm war schon immer wichtig, als Landwirt sein eigenes Produkt verkaufen zu können. Als Nebenerwerbslandwirt widmete sich Günther zunächst der Mutterkuhhaltung, mittlerweile der extensiven Weideaufzucht.
    Der Perfektionist gilt inzwischen weit über Bidingen hinaus als Experte für die schonende Kälberaufzucht mit Raufutter auf der Weide. In der WEIDESCHUSS.Bio-Wertschöpfungskette übernimmt er die Tiere mit ca. 12 Wochen und betreibt deren Aufzucht bis zur Schlachtreife.

    In der WEIDESCHUSS.Bio-GmbH ist er Ansprechpartner für Fragen rund um die Kälberaufzucht.
    Günther Rauch hilft gerne weiter!

    E-Mail: g.rauch(at)weideschuss.bio
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  • Herbert Siegel (Gesellschafter und Bio-Landwirt):
    Ansprechpartner für Schlachtung

    >>Eine Kuh hat das Recht, in Ruhe und würde zu sterben.<<

    Für den Bioland-Landwirt mit Mutterkuhhaltung aus Missen ist das Tierwohl ein Herzensanliegen. Alle Tiere sollen das Recht haben, würdevoll behandelt zu werden und in Ruhe zu sterben. Aus diesem Grund engagiert sich Herbert seit Jahren für Lösungen zum stressfreien Schlachten auf der Weide, um den Tieren den Lebendtransport sowie jede Art von Stress zu ersparen. Aufgrund des Weideschusses und des Einsatzes der mobilen Schlachtbox können die Tiere bei ihm bis zum Schluss in der gewohnten Umgebung und im Herdenverbund bleiben.Für seinen jahrelangen Einsatz ist er mit dem „Goldenen Regenwurm“ für Biopioniere ausgezeichnet worden.

    In der WEIDESCHUSS.Bio-GmbH ist er Ansprechpartner für alle Fragen rund um die artgerechte Schlachtung.
    Herbert Siegel hilft gerne weiter!

    E-Mail: h.siegel(at)weideschuss.bio
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Mitgliedsbetriebe

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  • Bio-Heumilch-Hof Berchtold (Milchviehbetrieb):

    Der Bio-Heumilch-Hof der Familie Berchtold liegt in Legau und wird von Franz und seiner Familie betrieben. Zusammen kümmern sie sich um 65 Milchkühe und deren Nachzucht. Der Stier „Bärli“ läuft immer mit der Herde mit und deckt die Kühe per Natursprung. Franz ist es wichtig, seine Tiere so natürlich wie möglich zu halten und ihnen auf seinem Hof ein schönes Leben zu bieten. Daher haben sie im Sommer täglich Weidegang und auch im Winter dank des großzügigen Laufstalles immer genügend frische Luft. Im Sommer 2020 hat Franz seinen Laufstall erweitert, sodass eine kuhgebundene Kälberaufzucht möglich ist. Bereits im Jahr 2000 hat Familie Berchtold auf Biokreis umgestellt und im selben Jahr noch auf Heumilch.
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  • Naturland-Hof Günther Rauch (Aufzuchtsbetrieb):

    Günther Rauch ist bei der WEIDESCHUSS.Bio für die Kälberaufzucht zuständig. Zusammen mit seiner Frau Inge betreibt er seinen Hof bei Bidingen seit 26 Jahren - seit 2014 nach Naturlandkriterien. Der Beitritt zum Verband war für die beiden die logische Schlussfolgerung, da sie ihren Betrieb bereits davor schon extensiv bewirschtaftet haben. Der kleine Grünlandbetrieb von Günther und Inge wäre normalerweise nicht existenzfähig, daher wollen sie ihre Flächen sinnvoll bewirtschaften und auch schwierige Flächen wirtschaftlich nutzen. Im Schnitt leben bei ihnen rund 20 Tiere, die sie auf der Weide aufziehen bis sie alt genug sind, um per Weideschuss geschlachtet zu werden. Ziel von Günther und der WEIDESCHUSS.Bio GmbH ist es, dieses stressreie Leben mehr Tieren zu ermöglichen und auf 50 Tiere aufzustocken.

    Zitat Günther:
    „Das Grundproblem in der Tierhaltung liegt darin, dass sie sich nach dem Handel richtet. Wir von der WEIDESCHUSS.Bio stellen uns diesem Problem und haben uns überlegt, was das Beste für’s Tier ist.“
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  • Bioland-Hof Herbert Siegel (Aufzuchtsbetrieb):

    Der Biolandhof Siegel ist ein kleiner Familienbetrieb gelegen auf circa 1050 m ü. NN in Missen im Allgäu. Bereits seit mehr als zehn Jahren engagiert sich Herbert für stressfreies Schlachten auf der Weide. Seit er 2016 die Genehmigung bekommen hat, werden seine Tiere dank der mobilen Schlachtbox ohne Stress und schalgedämpft per Weideschuss geschossen. Die 60 Rinder auf dem Hof setzen sich sowohl aus Mutterkühen mit eigenen und zugekauften Kälbern aus der Milchwirtschaft als auch aus einer Stierherde zusammen. Sie werden über die Bio-Richtlinien hinaus artgerecht ganzjährig auf der Weide gehalten, wodurch Herbert zudem zur Erhaltung der Kulturlandschaft beiträgt. Seine Tiere weiden das ganze Jahr über im steilen Gelände und sind daher besonders muskulös, was sich in deren Fleischqualität widerspiegelt.
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Förderhinweis

bmel boeln foerderzusatz

Das Projekt „Aufbau einer regionalen Bio-Wertschöpfungskette für Bio-Kalb und Rindfleisch aus muttergebundener Kälberaufzucht und stressfreier Tötung auf der Weide (Weideschuss)“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).

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